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Roonkarker Mart

877. Roonkarker Mart

Das älteste und größte Heimatfest der Wesermarsch

25. bis 28. September 2010

Zur Eröffnung am Samstag großer Festumzug ab 14.15 Uhr mit anschließender Eröffnung des Marktes um 16.00 Uhr vor dem Bahnhof

Dienstag um 21.30 Uhr
aufwändiges Höhenfeuerwerk

Offizielle Internetseite

Immer Ende September lädt die Gemeinde Stadland zum größten und ältesten Heimatfest der Wesermarsch ein - dem Rodenkirchener Markt, auf plattdeutsch "Roonkarker Mart"!

Immer wieder gibt es leichte Probleme mit diesem Termin - aber eigentlich steckt eine ganz einfache Regel dahinter: Der Mittwoch nach dem Roonkarker Mart ist immer der letzte Mittwoch im September. Aber immer wieder hat es den einen oder den anderen gegeben, der seinen Urlaub eine Woche zu früh eingereicht hat, da er am Jahresanfang diese Regel nicht berücksichtigt hat. Eine kleine Eselsbrücke: den Markt - incl. Rausch ausschlafen - feiert man grundsätzlich vollständig im September! Diese Regel gilt natürlich nicht für diejenigen, die länger als einen Tag zum Regenerieren brauchen .

Inoffiziell beginnt der Roonkarker Mart ja eigentlich schon am Freitag mit dem sogenannten "Heilig Abend". Während der Beginn dieser Veranstaltung den Schaustellern vorbehalten bleibt, hat ab 22.00 Uhr jedermann Zutritt zu der Veranstaltung in der Markthalle, die den Markt des jeweiligen Jahres einläutet.

Mit einer Disco-Veranstaltung, auf der auch jedes Jahr der "Markthit" gekürt wird, bereitet man sich schon einmal stimmungsmäßig auf den Markt vor.

Doch zu sehr sollte man den "Heilig Abend" auch nicht feiern, da man sonst am Samstag Nachmittag einen Höhepunkt (um nicht zu sagen: den Höhepunkt) des Roonkarker Marts zu verpassen.


Liebevoll geschmückte Fest- wagen begleiten den Umzug

Um 14.15 Uhr startet der Festumzug am Berliner Platz (mitten im Ort in der Nähe der Bahnschranken, in der Nähe der Polizeistation). In diesem Umzug stellen sich mehrere Vereine und Gruppen durch liebevoll geschmückte Marktwagen vor. Aufgefüllt wird der Festumzug dann durch mehrere Spielmannzüge und Fußgruppen, so dass der Zug eine Länge von über 3 km erreichen kann. So manches mal haben die Verantwortlichen schon gebangt, dass sich der Umzug "selbst in den Schwanz beißt"!

Nach dem Festumzug erfolgt dann die feierliche Eröffnung des Marktes auf dem Bahnhofsvorplatz durch den Bürgermeister der Gemeinde Stadland. Neben drei Böllerschüssen werden dann auch Luftballons in den Himmel steigen gelassen.

Am Sonntag findet am Vormittag dann ein Zeltgottesdienst auf dem Festplatz statt, dem der eine oder andere sicherlich einen Frühschoppen folgen lässt, bevor der Markttrubel am Nachmittag weiter gehen kann. Der "Break-Dancer" darf natürlich nicht fehlen!
In diesem Fahrgeschäft vergnügen sich Junge und jung Gebliebene besonders gerne!

Der Montag hat seinen Frühschoppen bei der "Schweinskopfversteigerung" am Grill-Imbiss der Firma Weghorst praktisch sicher. Waren es ursprünglich tatsächlich Schweineköpfe, die amerikanisch versteigert wurden, so kommt mittlerweile ein vollständiges Schwein fachgerecht zerlegt unter den Hammer. Der Auktionator Dietrich "Didi" Meyer hat es bislang noch immer geschafft, den Anwesenden die eine oder andere Mark aus der Tasche zu holen. Wollen wir hoffen, dass dieses jetzt beim Euro nicht anders sein wird.

Der Erlös dieser Versteigerung kommt nämlich den Stadlander Senioren zu Gute, die am Montag Nachmittag in der Markthalle den Seniorennachmittag begehen. Auf dieser Veranstaltung gibt es neben Kaffee und Berliner auch Vorführungen, die diese Veranstaltung für unsere Senioren sehenswert macht.


Auktionator "Didi" Meyer lockt den anwesenden Gästen gerne den einen oder anderen Euro aus der Tasche.

Am Dienstag, dem letzten Markttag, wird der Markt dann gegen 21.30 Uhr mit einem Höhenfeuerwerk bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Wer sich jetzt noch mit gebrannten Mandeln, roten Zuckeräpfeln oder ähnlichem eindecken will oder seine Gewinnlose noch eintauschen muss, sollte sich beeilen, da mit Erreichen des neuen Tages auch der Markt seine Pforten schließt. Lediglich in der einen oder anderen Gaststätte um den Marktplatz umzu kann dann noch weiter gefeiert werden.

Steinalt, und doch ewig jung:
im "Musik-Express" trafen sich damals schon unsere Eltern

(sämtliche Bilder entnommen aus dem Wesermarsch-Magazin, dem Veranstaltungsmagazin der Kreiszeitung Wesermarsch)